Mammutstour HOME ÜBER UNS
REISE INFO
GUESTBOOK CONTACT









ÜBER UNS


Mammut

Susi

Susi

Susi

Tino








             
MAMMUT II

 
  Magirus-Deutz 160 M11
  oder IVECO 110-16 AW
  
   Baujahr: 1987


   Hubraum/Leistung: 6086 ccm/124kw/169PS

   Kilometerstand bei Abfahrt: 14.139km

Von der dänischen Armee.
Luftgekühlter Diesel-Motor (Turbo), 6-Zylinder-Reihe, Einzelkabine 2-türig, Servolenkung, 6-Gang-Getriebe, 4x4-permanent-Allrad-Antrieb, Untersetzungsgetriebe, Differenzialsperre Mitte und hinten, Armeeausführung mit langem Radstand von 4,20m, großer Bodenfreiheit und extra starken Blattfedern, Einzelbereifung: 365/85 R20, Funkkoffer 3-punktgelagert für Fahrten im schweren Gelände...

Zustand = wie neu!

Um- und Ausbau siehe hier:



August 2015 - Das neue Mammut nach der Abholung und einem Ritt von ca. 1000km, für mich geht es erst einmal wieder (diesmal ohne Fahrzeug) auf Weltreise! Die beiden Mammuts grasen so lange bei Freunden im Heideblick.










Dezember 2016 - Nach Rückkehr, Wohnungs- und Arbeitssuche im neuen zu Hause Land Brandenburg, beginnen wir das Mammut I aus der alten Heimat Niedersachsen zum Verkauf wieder fit zu machen. Beim Mammut II entfernen wir schon einmal die Einrichtung aus dem Koffer und bringen diesen vom Buckel des Mammuts runter. Ein Kran ist leider nicht zur Stelle, aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch:














März 2018 - Ein Jahr nach unserer Russisch-Deutschen-Heirat ist das Mammut I nach 9 Monaten endlich verkauft und wir haben genug Platz in der Halle, um mit unserem neuen, gemeinsamen Projekt zu starten: dem Auf-, Um-, und Ausbau vom Mammut II!

Die O-Ringe der Glocken über den Planetengetrieben taten leider nach langer Standzeit nicht mehr das was sie sollten, nämlich abdichten, daher ersetzen wir diese als Erstes:









Juni 2018 - Der Kompressor arbeitet auch nicht besonders gut und bekommt daher zum besseren Antrieb einen neuen Riemen verpasst. Danach wird abgespeckt! Der Koffer soll um 180° gedreht und ohne rückseitigem Überstand wieder auf den LKW. Daher kürzen wir die Plattform ein und zerlegen diese bis nur noch übrig bleibt, was auch wirklich benötigt wird. Eine neue Halterung brauchen wir so oder so. Alles Unnötige haben wir in der Zwischenzeit demontiert und der Wiederverwertung zugeführt.


























Juni 2019 - Ja, "2019"!!! Ein Jahr ist schon wieder rum und viel schlanker und leichter soll es nun "mal wieder" zum TÜV gehen. Noch haben wir keine deutschen Papiere für das dänische Gefährt, damit auch keine Zulassung! Die Heinis vom TÜV spielen seit über einem Jahr nun Katz und Maus mit uns. Irgendwo stand "geschlossener Kasten" in den Papieren nach der Einführung nach Deutschland und ohne Koffer daher keine Oldtimer-Zulassung, weil dies eine technische Änderung bedeuten würde.

Das der Koffer auf der Plattform nur eine Zuladung wäre, wollten sie nicht akzeptieren. Der Koffer muss also mit, komme was wolle! Doch Steffen unser Held, schaffte es mit seinem LKW die Kiste zu verladen:











So, nun noch schnell die neue Halterung anheften und von einer Fachfirma (zwecks TÜV) abschweißen lassen:











Juli 2019 - Voll geil! Nach "gerade mal" 1,5 Jahren haben wir einen dänischen Oldtimer mit deutscher Oldtimer-Zulassung. Der erste Prüfer hatte die Abnahme abgelehnt, doch wer suchet...

Eine neue Kofferaufnahme ohne Plattform hat den zweiten bei einer anderen Firma nicht einmal interessiert und so testen wir diese gleich noch nach der Abnahme auf Verschränkung:








August 2019 - Der LKW wurde von den Soldaten einmal in Wachs getaucht! Es folgt daher vor der erneuten Lackierung wochenlanges reinigen, schleifen, spachteln, reinigen, schleifen, spachteln, reinigen, schleifen, spachteln, reinigen, schleifen, spachteln... würg...!
























Oktober 2019 - Das Fahrgestell samt neuen Tanks lackieren wir insgesamt 30h lang, mit 20L Lack, anthrazitgrau:



























01.01.2020 - Prost Neujahr! Aus einer Idee, vielen Aluminiumprofilen, etwas Sikaflex, jeder Menge Blindnieten und ein paar Meter Kantenschutzgummi, wird Realität: unsere selbst gefertigten Stauraumklappen!






















01.06.2020 - Frohe Pfingsten! Wir lackieren, lackieren und lackieren! 3x, 4x und manchmal sogar 5x (5x nur wenn es noch nicht ganz so gut aussieht ;-)!



















20.06.2020 - Und wir lackieren immer noch...













13.07.2020 - Aus einer Idee ist mal wieder Realität geworden: die Verlängerung unseres Wohnkoffers mit Öffnung für den Einstieg links, für den Durchgang zur Fahrerkabine vorn, für den Dachausstieg oben, für die Duschwanne unten und zum Eingang in den eigentlichen Wohnkoffer hinten!










16.07.2020 - Und wir verlängern auch den Hilfsrahmen zur Aufnahme der Duschwanne und zur Befestigung der Einstiegstreppe:










27.07.2020 - Und wir leben, wir leben immer noch und auf dem Weg nach unten genießen wir jeden Tag... NEIN! Wir lackieren, wir lackieren immer noch...




09.08.2020 - Zwischendurch bauen wir in mühseliger Feinarbeit die Fenster um, die zuvor nur zu einer Spaltlüftung geöffnet werden konnten. Sie bekommen Gasdruckfedern und zum Schließen, Vorreiber aus dem Yachtbau verpasst.








21.08.2020 - Auch die Aluminium-Einstiegstreppe haben wir fast fertig, sowie neue Schutzbleche aus verzinktem Stahlblech (t= 2mm). Das erste habe ich noch mit dem Trennschneider ausgefiedelt und beim zweiten dann nach einem Versuch festgestellt, dass dies auch wunderbar mit einer Stichsäge funktioniert. Man lernt halt nie aus, ich bin begeistert!





Den  zweiten Eingang aus dem Flur heraus bringen wir auch schon einmal auf das richtige Maß, denn noch steht der Wohnkoffer ja unten und das vereinfacht die Arbeit!





28.08.2020 - Viel Rost hatte das alte Mammut zum Glück noch nicht angesetzt, aber auf dem Ende der Kabine sind wohl ein paar Soldaten zuviel rumgelatscht und das Blech fing an zu gammeln. Ein guter Freund und Karosseriebauer schweißt uns daher zwei neue Kantteile ein. DANKE Andreas!!!










04.09.2020 - Wir hatten es ja soooo vermisst, endlich darf mal wieder lackiert werden! Kotz, bröckel, würg...











12.09.2020 - Zur Freude aller beteiligten, darf mit dem Zusammenbau begonnen und nach einem Jahr das Mammut mal wieder zum Ausritt ausgeführt werden.








14.09.2020 - Es ist soweit, heute ist Hochzeit! Der Wohnkoffer wird in seine vorgesehene Position gehoben und soll diesen Platz nie wieder verlassen. Eigentlich ist es erst die Verlobung, denn es fehlt ja noch die Verlängerung des Koffers! Da ich aber das Loch für den Durchstieg erst nach dem TÜV-Termin in die Fahrerkabine schneiden möchte, muss diese noch unten bleiben.

Steffen unser Held holt die letzte Kraft aus seinem LKW-Kran und zur unser großen Freude schafft er es auch mit letzter Mühe, keine 5kg mehr hätte der Wohnkoffer wiegen dürfen!







Geschafft!



17.09.2020 - Das Mammut muss zum Glück nur auf und nicht in die Grube! Ein Ventil der Feststellbremse will nach einem Jahr Auszeit nicht mehr und wird getauscht.






Am Montag den 21.09.2020 ist TÜV-Tag, wir werden sehen! In der Zwischenzeit verbringen wir das Wochenende mit Arbeiten an der Einstiegstreppe. Natalia behandelt die Aluminiumteile mit Pelox RE Rostentferner, um sie vor dem Lackieren anzuätzen und ich baue eine Edelstahlhalterung für die Aufhängung der Treppe.




21.09.2020 der TÜV war gnädig und gab uns ein weiteres Jahr! Man wies uns aber darauf hin, auch alle 6 Monate zu der verpflichtenden Sicherheitsprüfung für alle Fahrzeuge über 7.5 to zu erscheinen! Oh, da wird die Winterpause aber kurz! Wir haben noch einiges vor, ehe das Mammut wieder einsatzbereit sein wird!

Mit Hilfe von uns speziell entwickenten Techniken, entfernen wir als nächstes den für die dänischen Soldaten bombensicheren, Armeestiefel tauglichen, daher vollverklebten, alten PVC-Bodenbelag aus dem Wohnkoffer. OK, ich helfe nur mit und mache ein paar Fotos, was für eine Sch...arbeit, eine wahnsinnige Quälerei, meine Frau ist echt die beste und stärkste!








100 Cuttermesserklingen später, macht sie sich daran die Kleberreste vom Boden zu entfernen. Ich schneide unterdessen den Durchgang in die Fahrerkabine und entschließe mich dazu, aus zwei breiten = zwei schmale Scheiben zu machen.

Das heißt: Teile sauber ausschneiden und einpassen, wieder einschweißen, schleifen und spachteln, wieder schleifen und wieder spachteln, die Schablonen für die neuen Scheiben anfertigen und die Dichtungen kürzen... War echt ne tolle Idee von mir! Fast so schön wie alten verklebten Vinylboden zu entfernen!



















07.11.2020 dann die eigentliche Hochzeit! Steffen setzt uns die Krone auf, die Verlängerung unseres Wohnkoffers.
DANKE Steffen!!!










Wir verkleben die Erweiterung des Wohnkoffers an den vorhandenen mit reichlich Sikaflex 252 und sichern alles mit 22 Stk. Schrauben M10 ab, das wird reichen!

Und weil wir gerade in Fahrt sind, kleben und schrauben wir auch noch die Dachluke drauf, montieren die Einstiegstreppe und verlegen
neue Kabel für die Starterbatterien. Diese befinden sich jetzt zwecks Diebstahl- und Kälteschutz nicht mehr draußen, sondern in einem Staufach im Wohnkoffer.








     








21.11.2020 Der Tunnel für den Durchstieg zwischen Fahrerkabine und Wohnkoffer soll bis Ende März inkl. Türen und Lackierarbeiten in unserer "Winterpause" fertig werden, denn im März steht ja beim TÜV die Sicherheitsprüfung an, die wir nicht wieder versäumen wollen oder besser sollen! ;-)






01.04.2021 Wir haben uns endlich dazu entschlossen die Arbeiten wieder aufzunehmen, auch wenn gerade winterliche Temperaturen herrschen (kein Aprilscherz)! Noch länger wollen wir aber nicht auf besseres Wetter warten, wir müssen zum TÜV!














So, der Durchstieg ist nun mit ein paar Schiebetüren davor, einer abschließbaren Tür dahinter und neuen Scheiben links und rechts fertig! Jetzt nur noch "schnell" die Verlängerung vom Wohnkoffer isolieren und mit Blechen verkleiden, zwei Eingangsüren bauen und "endlich" ja "endlich" mal wieder lackieren...

     


     










21.05.2021 Voller Erwartung zur Fachwerkstatt, um die längst fällige Sicherheitsprüfung machen zu lassen und voller Enttäuschung wieder zurück, weil man uns abblitzen lassen hat! "Die ist ja schon zwei Monate überfällig, da müssen wir erst einmal wieder die Hauptuntersuchung durchführen, kommen Sie bitte nächsten Donnerstag noch einmal wieder!"

Na toll! Auch das der Kilometerstand fast der gleiche wie nach der letzten HU ist, wollten Sie nicht gelten lassen! Wir nutzen die Tage aber so gut es geht, bohren unter anderem die nötigen Löcher in unsere Duschwanne und tapezieren schon einmal mit Glasfasertapete die Decke vom Wohnkoffer.






28.05.2021 Es geschehen doch tatsächlich noch Wunder, unser Oldtimer hat wieder TÜV bekommen und die Sicherheitsprüfung bestanden! Voller Freude machen wir uns gleich wieder ans Werk und verleihen der tapezierten Decke etwas Farbe.




Als nächstes sorgen wir für etwas Ökostrom und kleben die Halter unserer 8 x 180Wp Solarpaneele auf das Dach, was mit Sika-Aktivator und Primer so gar nicht ökologisch ist!


     





01.07.2021 Es ist heiß geworden, was uns dazu veranlasst die Wände der Wohnkabine von 60 auf 100 mm mit FCKW freier XPS-Isolierung zu erweitern, damit wir später im Sommer nicht schwitzen oder im Winter frieren müssen! Doch in Deutschland herrscht gerade Materialknappheit und der Handel ist wie leergefegt! Wir werden nach langer Fahrt fündig und kaufen zum Wucherpreis bis zur letzten losen Platte in einem Markt alles auf und das reicht dann auch mal gerade so!

Die Platten wollen wir mit Sika FoamFix verkleben, doch unsere alte Schaumpistole will das nicht! Amazon liefert aber schnell nach und wir können den sch... Job verrichten. Messen, anzeichnen, zuschneiden, einkleben, hundertmal die Treppe rauf und runter... hätten wir doch nur ein Wohmobil, dann könnten wir das ganze Wochenende am Strand verbringen.












06.11.2021 Viel ist geschehen, doch leider hat bisher die Zeit oder Muße gefehlt, es hier zu dokumentieren! Wir haben die Wände mit 6 mm Birkensperrholz verkleidet, sie 3 x mit Naturöl gestrichen und neues PVC auf dem Boden verklebt, siehe da:







Über dem WC hat ein kleiner Schrank Platz gefunden:





Die Trinkwassertanks (640L gesamt) haben ins Innere gefunden:









Die Fensteröffnungen sind nun mit Rotholz, das wir 3 x braun beizen und 3 x lackieren, verkleidet und der Sonnen-/Insektenschutz ist auch schon angebracht:










Die Trinkwassertanks sind auf Buchenholz zur Unterlüftung in 4 cm Höhe montiert und an der Unterseite, sowie an den Stirnseiten kleben zur Isolierung schon 19 mm Armaflex XG, die anderen Seiten folgen noch...




...und auch die Tür vom Flur zum Wohnbereich ist angebracht:





Die Einstiegstreppe haben wir noch einmal komplett neu gebaut und um eine Trittstufe gekürzt. Die Dieseltanks bekamen Wannen perpasst, damit sich später in der Wüste kein Sandblech an den Tankhaltern verkeilen kann und der Koffer, rein aus optischen Gründen, bekam noch einen Aluminiumrahmen aus Winkel 100 x 50 x 3mm verpasst:











Und ja, natürlich haben wir dann alles 3 x lackiert, was hat es uns gefehlt! ;-)











Und dann montiert...









...auch eine Zurrschiene für das Vorzelt, die neue Einstiegstreppe und 2 Fanfaren:








Die Kabine haben wir schallisoliert und durch 2 luftgefederte ISRI-Sitze, die aus Holland eingeflogen kamen, etwas bandscheibenfreundlicher gestaltet:
















Das Ganze braucht natürlich auch Strom und Druckluft für die wir neue Zuleitungen verlegen. Wir finden für alles einen geeigneten Platz hinter einer Klappe auf der Beifahrerseite.

Mit hoher Ingenieurskunst entwickeln wir eine über Zündung und Relais geschaltete, abgesicherte Unterverteilung mit Sammelschiene für Masse, Elektro-Pneumatischem-Magnetventil für die Fanfaren, 4 USB-Steckplätzen für Soundbox, Phone, Navi und GPS, für die Innenbeleuchtung, den 2 neuen Tankgebern, der Sitzheizung, der Dieselfilterheizung und Luftzufuhr zu den Sitzen.

Alles auf engsten Raum klappbar installiert:










22.11.2021 das Mammut war zur Sicherheitsprüfung in der Werkstatt und hat diese bestanden! Nun ist es wieder im Stall untergebracht. Wir beenden damit die Saison 2021 und begeben uns in den Winterschlaf! Wir wünschen allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch in das neue Jahr, im Frühjahr 2022 geht der Ausbau weiter!





06.05.2022 ein Wunder ist geschehen, trotz dem ganzen Umbau bekommt der Oldtimer wieder TÜV! Die Freude ist dementsprechend groß und wir beginnen die Fahrerkabine fertig zu stellen. Den Himmel und die Sonnenblenden haben wir neu beziehen lassen und diese landen als Erstes zusammen mit ein paar neuen LED-Leuchten wieder an ihren Platz.




Der neue Fahrersitz hingegen sorgt für schlechte Stimmung, denn der ist schon nach kurzem Gebrauch defekt! Wir erhalten zwar gratis vom Verkäufer aus Holland das zu ersetzende Teil zugeschickt, doch meine Nerven sind zu schwach und meine Finger zu dick, um dieses tauschen zu können!

Gut ist es da, mit einer Ingenieurin verheiratet zu sein. Diese nimmt sich der Sache an und bringt in stundenlanger Fummelei das alte Teil raus und das neue mit der richtigen Stellung der Kunststoff-Zahnräder irgendwie wieder rein und es funzt!

Ich wäre durchgedreht dabei!





Auch für die Platzierung der zwei neuen Tankanzeigen hat meine Ingenieurin eine passende Idee und wir setzen diese sofort um.








Die beiden neuen Tanks wollen wir zusammen als ein Haupttank nutzen und den alten Tank, als Reserve und für steile Bergauffahrten, sollte nicht genug Diesel in den neuen Tanks sein und die Pumpe dann Luft statt Diesel ziehen.

Dafür brauchen wir natürlich einen Umschalthahn und des Weiteren soll die Anlage noch einen HUD300-Schleuderfilter mit Wasserabscheider und Heizung bekommen, die den Diesel in den kalten Tagen vorwärmt. All die Dinge haben unterschiedliche Anschlüsse, mal metrisch, mal zöllig und es bedarf so einige Verbinder.

Dies fertig in genauen Längen zu bestellen, ist so gut wie unmöglich, daher war schnell klar, wir pressen die Leitungen selbst und besorgen uns alles Nötige dafür!







Als nächstes machen wir uns an die Heizung 2 x 2kW Dieselbrenner sollen im Winter nicht nur die Luft im Fahrzeug erwärmen, sondern auch 10L Wasser im Boiler für die Dusche. Im Sommer funktioniert dieser auch mit Strom.

Mal eben ist das aber nicht gemacht! Dafür muss viel gesägt, gebohrt und geschraubt werden, auch Löcher für die Ansaugung in einem der neuen Tanks! Für alles muss der passende Platz gefunden und Befestigungsmaterial angefertigt werden. Laut der Bedienungsanleitung kann dies natürlich nur durch autorisiertes Fachpersonal erfolgen, aber das sind wir ja zum Glück! ;-)

















So, Diesel fließt schon mal, nun geht es an die Wasserversorgung! Lange hat es gedauert bis klar war, wie diese aussehen soll. Viele Pläne wurden gemacht und wieder verworfen. Wir entschließen uns letzendlich, dass nur gefiltertes Wasser in die Tanks gelangen soll und diese dadurch dann auch nur mit Druck betankt werden können. Sollte kein Wasserhahn zur Verfügung stehen, übernimmt das dann eine Gartenpumpe BP2 von Kärcher (50L/min).

Das Wasser soll erst durch einen Zähler, dann durch einen Druckminderer, einen Grobfilter mit zwei Stufen und durch einen Feinfilter gepumt werden. Dann soll es noch eine UV-Bestrahlung erhalten, bevor es in den jeweiligen Tank läuft, der zuvor durch Öffnen eines Kugelhahnes angewählt wurde. So können wir überwiegend die beiden Tanks in der Fahrzeugmitte nutzen und für einem längeren Aufenthalt auch noch die beiden äußeren befüllen. Zusammen fassen die vier Tanks 640L Trinkwasser. Auf ein Jauchefass unter dem LKW haben wir bewusst verzichtet!

Für die Entnahme sollen zwei 3-Wege-Kugelhähne umgelegt, der Kugelhahn des gewünschten Tanks geöffnet und das Wasser noch einmal durch den Feinfilter und der UV-Bestrahlung gepumt werden, bevor es aus dem Küchenhahn läuft. Das Duschwasser soll aber kein zweites Mal gefiltert werden.

So sieht der Plan aus:





Um möglichst wenig Druckverlust durch Biegungen im System zu haben, soll alles was machbar ist in 1 Zoll ausgeführt werden. Die Leitungen werden aus Mehrschichtverbundrohr mit verpressten Anschlüssen bestehen und nur wo es notwendig ist, aus mit Schellen befestigten Schläuchen. Das folgende Bild zeigt nur ein Teil unseres Einkaufes!




Mit schwerem Gerät machen wir uns ans Werk:









In der Küche montieren wir noch einen 3L-Boiler:




Und unser kleines Wasserwerk ist fertig:





Wir beginnen mit dem Möbelbau, aus 15mm Platten Multiplex-Birke, die wir schleifen und ölen!






Unter dem Lattenrost entsteht noch ganz spontan ein geräumiges Staufach:







Es folgen die Schränke und Küchenzeile:









Und jede Menge LED-Leuchten, Schalter, Dosen, sowie Kilometer an Kabel werden angebracht oder verlegt!









Die Tür zum Wohnbereich erhält neue Schnitzkunst aus Jamaika, denn die Maske aus Nepal war einfach zu dick!




Hinter der Eingangstür findet unsere Dachleiter ihren Platz:





Wir beginnen mit dem Bau der Sitzecke, der Tisch dafür fehlt uns zwar noch, aber Sitzpolster haben wir schon!












17.11.2022 wieder Sicherheitsprüfung für das Mammut, wieder ein Jahr vergangen! Wir beenden damit die Saison 2022 und fliegen am 18.12.2022 für vier Wochen auf die Seychellen (siehe Übersicht). Im nächsten Jahr, wenn es hier etwas wärmer geworden ist, beenden wir unser Mammut-Projekt!

Wir wünschen allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch in das neue Jahr!
Natalia & Tino





2023 Totalausfall nicht wegen dem Sehnenriss am rechten Daumen, sondern der Sehnenrückbildung, durch zu langer Wartezeit auf Behandlung, als Kassenpatient der Zweiklassengesellschaft dieses Landes und der darauf folgenden, nötig gewordenen, schweren Operation.





10.11.2023 wieder Sicherheitsprüfung für das Mammut, wieder ein Jahr vergangen! Wir beenden die tatenlose Saison 2023 und fliegen am 20.12.2023 für vier Wochen in die Karibik (siehe Übersicht - Kuba, DomRep und Haiti). Im nächsten Jahr, wenn es hier etwas wärmer geworden ist, beenden wir dann hoffentlich wirklich unser Mammut-Projekt!

Wir wünschen allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch in das neue Jahr!
Natalia & Tino





07.05.2024 Der TÜV hat uns nicht geschieden und wir starten mit den "letzten" Arbeiten, wie zum Beispiel der Fertigstellung unserer Sitzbänke und dem Tisch.

Ja, wir haben jetzt auch unseren Tisch gebaut! Nur Dank der unverzichtbaren Schweißkünste von Nico, vielen Dank, Du bist in vielen Nähten und Materialien ein Teil unseres Projektes!

Seitlich der Sitzbänke integrieren wir noch jeweils eine 230V- und eine 65W USB C-Dose (siehe Bild eins)!










Die Schranktüren fertigen wir aus leichten Alu-Verbundplatten. Im Hängeschrank in der Küche findet dahinter auch noch ein versteckter Kosmetikspiegel seinen Platz:







Ein Fernseher mit Soundbar für die regnerischen Tage ist auch bereits angebracht:





Im Stauraum, der von außen zugänglich ist, haben wir angefangen für Ordnung zu sorgen:





Für Strom sollen unter anderem 8 x 180Wp Solarpaneele sorgen und gespeichert soll dieser dann in 4 x 160Ah LiFePO4 Batterien werden:







Zu guter Letzt bekam unser Mammut im Winter mit Hilfe eines alten Polylux und meiner jungen Frau noch einen freundlichen Anstrich verpasst:














02.12.2024 wieder Sicherheitsprüfung für das Mammut, wieder ein Jahr vergangen! Wir beenden die Saison 2024 und fliegen diesmal erst am 12.01.2025 nach Zypern in die Sonne (siehe Übersicht).

Leider ist unser Mammut-Projekt noch immer nicht abgeschlossen, dafür haben wir aber bereits fleißig unseren ganzen unnötigen Besitz auf den bekannten Internetplattformen veräußert!

Wir wünschen allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch in das neue Jahr!
Natalia & Tino





03.01.2025 Termin im 530km entfernten Neunkichen bei Siegen, wo eine Firma unseren Heckträger/Motorradlift anfertigen soll. Am 02.01.25 12h hin und am 03.01.25 ohne Pause 8h durch Schneegestöber auf Glatteis wieder zurück. Eine Mammutstour!

Maße vom Motorrad und Ersatzrad sind ermittelt, der Heckträger am PC gezeichnet und in Videokonferenzen besprochen. Nun wird das Heck vom Mammut noch gescannt, um die Fertigungsmaße, sowie Befestigungspunkte auf den Zehntelmilimeter genau zu messen und festzulegen.












Wieder im Lande messen wir die max. Größe für Stauboxen aus, die wir noch hinter den Rädern an das Heck bekommen und spühlen jede Menge Straßensalz von der langen Tour vom Fahrzeug.








08.05.2025 Hauptuntersuchung nach §29 + AU bestanden, TÜV-Plakette angebracht!

Die Boxen wurden bereits geliefert und sind montiert. In der linken kommt u.a. das Stromaggregat hinein und diese trägt zusätzlich noch einen 10L-Benzinkanister für Aggregat und Motorrad mit sich. Im Inneren noch weitere 5L + Distanzhölzer für den Wagenheber, Spanngurte, Getriebeöl...

Die rechte Box haben wir mit einem Bord horizontal geteilt, in der oberen Hälfte sollen Makita-Geräte wie Akku-Bohrschrauber, Kettensäge, Winkelschleifer... + Zubehör Platz finden. In der unteren trockenes Brennholz.








Vom Ingenieur aus Neunkirchen erreicht uns eine schlechte Nachricht, er möchte den Heckträger mehr stabilisieren, damit dieser in seitlicher Bewegung weiter eingeschränkt wird. Dafür sollen wir möglichst die Luft- und E-Anschlüsse am Heck versetzen.

Dies ist aber ausgeschlossen, denn dafür müssten wir die alten Leitungen verlängern, was nicht funktionieren wird. Diese können wir höchstens vollständig erneuern, was aber einen enormen Aufwand bedeuten würde!







Ich lasse mir ein paar Alternativen einfallen, von denen er zum Glück dann auch eine favorisiert und umsetzt.







Dann passierte lange Zeit gar nichts, alles was wir bisher geliefert bekamen waren Ausreden oder Entschuldigungen, bis mir letzlich der Kragen platzte und die Sache Bewegung aufnahm!

August 2025
Der Heckträger wurde nun endlich geliefert, doch mit dem Hinweis, dass noch Änderungen erfolgen müssten, wenn wir zur TÜV-Eintragung wieder in Neunkirchen erscheinen würden.





OK, schön ist doch aber, dass die Idee mit der Versteifung zum Mittelpunkt gefunzt hat. Schlecht hingegen ist, dass diese jetzt auf der rechten Seite unseren Luftanschluss verdeckt!

Der Kupplungskopf wird von oben eingeführt, was die Platte davor jetzt verhindert. Wäre diese einfach nur um 45° abgeschrägt worden, also die Ecke von der Platte abgeschnitten worden, hätten wir das Problem nicht!

Wir lösen die alte Verschraubung vom Anschluss daher vorsichtig und drehen den Anschluss um 180° nach unten. Nun können wir von dort aus den Kupplungkopf einführen, was erst einmal so funktionieren wird, ob es noch Nachteile mit sich bringt, werden wir sehen!






Leider passen die 25mm dicken Bolzen für den klappbaren Unterfahrschutz auch nicht in die dafür vorgesehenen 22,5mm gelaserten Löcher! Also die Stahlplatten ins Auto laden, zu einem befreundeten Metallbauer fahren und ändern lassen!



Nachdem wir die Rückleuchten entfernt haben, starten wir mit der eigentlichen Montage vom Heckträger.
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank Steffen, vielen Dank Thomas, ihr habt es wieder einmal erst möglich gemacht!







Schnell steht fest, dass die Theorie mit der Praxis überein stimmt, der Lenker vom Motorrad kollidiert mit dem Ersatzrad!

Da der Ingenieur angeblich keine Zeit fand, konnte er die Konstruktion auch nicht mehr ändern lassen. Lies sie so erst einmal produzieren und mit dem Hinweis zu uns liefern, dass diese noch einmal gegebenenfalls überarbeitet werden müsste, wenn wir für die TÜV-Eintragung zu ihnen ins Werk kommen würden.

Für den Transport sollten wir den Lenker mit Vorderrad schräg stellen oder das Motorrad notfalls angekippt befestigen.

Natürlich lies die Rechnung für das Teil nicht lange auf sich warten und veranlasste mich zur Verfassung einer Dankeshymne. In dieser trug ich klangvoll dar, dass Geld erst fließen würde, wenn wir ein brauchbares Produkt erhielten!










Es fehlten keine 20cm die das Motorrad einfach nur höher stehen müsste und alles wäre brauchbar. Quasi eine Fehlkonstruktion, die einfach berichtigt hätte werden können! Nun war es aber zu spät und als Lösung viel mir nur eine Brücke, eine Art Unterkonstruktion ein, die das Motorrad höher bringt, mit einer klappbaren Auffahrrampe.

Der Ingenieur teilte uns darauf mit, dass er mit ein paar geänderten Laserteilen das Ersatzrad 7cm tiefer bringen und die Brücke für das Motorrad aus 25 x 25mm ALU-Profilen mit 8er Nut "Messebau-Profilen" anfertigen könnte.

Da wir weder Zeit noch eine andere schnelle Idee haben, willigen wir mit einer Höhe von 15cm für die Brücke ein. Das Ersatzrad 7cm tiefer und das Motorrad 15cm höher ergibt zusammen 22cm = sollte also passen!




Wir witmen uns unterdessen anderen Aufgaben wie dem Auffummeln von Sitzbezügen.



Die Montage einer Dachantenne für den Internetrouter TELTONIKA RUTX50, die wie vieles Andere zuvor auch einmal falsch geliefert wurde.



Das Anfertigen einer "Deckenhalterung" unterm Bettkasten für die Leiter, damit diese nach dem Öffnen der Stauraumklappe leicht erreichbar ist.








Die Starterbatterien erhalten zur Überwachung einen Victron Energy Smart Battery Sense und die Plusleitung der neuen Unterverteilung in der Fahrerkabine einen Smart Battery Protect für den Tiefentladeschutz der Batterien, sowie eine Hauptsicherung. Des Weiteren bekommt das Ladegerät der Starterbatterien einen festen Platz zugeteilt, damit wir im Notfall nicht danach suchen müssen.




Und siehe da, die neuen Teile treffen unerwartet schnell ein. Und siehe weiter, jetzt funzt es auch!












Na gut, nicht alles! Leider wurde beim Unterfahrschutz noch ein weiterer Fehler gemacht, denn dieser ist statt 210cm = 248cm breit! Also wieder ins Auto laden, zum befreundeten Metallbauer fahren. Nach dem Einkürzen zum Autolackierer damit und nach einer Woche auf dem Rückweg von diesem zur Halle im Auto feststellen, dass die Jungs vom Metallbauer nach dem Schweißen ganz akkurate 90°-Kanten geschliffen haben, obwohl die vorher und auch die andere Seite schön rund geschliffen waren und sind! Kotz, bröckel, würg...

Der Lackierer hat 100 Glocken auf die Hand dafür genommen, jetzt die Kanten rundschleifen und das Teil neu lackieren lassen!? Ich entscheide mich wieder aus Zeitgründen dagegen und wir leben damit!

Dies nicht genug, auch die Träger für das Schnittholz, welches wir auf dem Unterfahrschutz vom Wald zur Lagerstätte transportieren möchten sind falsch positioniert! Beim herunterlassen des Trägers fährt das Ersatzrad direkt auf die Träger, statt dazwischen! Das hätte der Ingenieur einfach am Rechner sehen können, hat es aber nicht! Wieder eine Fehlkonstruktion!

Ich schneide, trenne, schleife daher die Halter neu zurecht und bolze sie mit M6er-Schrauben weiter außen durch das Rohr vom Unterfahrschutz (siehe letztes Bild).









Wir witmen uns wieder der Elektrik, eine gute Planung ist ja gewissermaßen die halbe Miete ;-)!





Leider liefern auch deutsche Fachhändler heute oft nur noch Schrott aus Übersee, den man selber viel günstiger bei Temu kaufen kann! Hier mal ein Beispiel an einer unserer Unterverteilungen, an denen wir unter anderem aus Gründen der Langlebigkeit und der immer wieder erwähnten möglichen Branntgefahr nicht sparen wollten.

Eine Sechskantschraube in Plastik eingegossen, dient an dieser zur Befestigung der Masse-Zuleitung.
Die Verteilung kann nach Angabe des Spezialisten für den Bau von Expeditionsmobilen und Händler von Zubehör dieser, bis zu 100A belastet werden (diese Firma bringt übrigens sogar ein eigenes Magazin heraus und deren Name hat was mit Tiger zu tun)!

Doch auch bei kürzester Entfernung kann ich an die in Plastik eingegossene M5-Schraube kein Kabel mit einem Querschnitt von nur 4
mm² anbringen, wenn ich die Stromstärke voll ausnutzen will.

Also sagt der deutsche Fachhändler damit doch: "Wenn deine Hütte abbrennt ist es uns egal, denn dass hätte von einem Fachunternehmer ausgeführt werden müssen! Da können wir doch nichts dafür, wenn du den Schrott bei uns kaufst!"

Die Schraube ist jedenfalls sofort durchgedreht, als ich ein Kabel mit einem Querschnitt von nur 10
mm² daran befestigen wollte. Also durfte ich alle Kabel von der Unterverteilung wieder entfernen, die Verteilung ausbauen, die durchdrehende Schraube ausbohren und diese durch eine mit Innenimbus und Mutter gesicherte Schraube ersetzen.

Auf der Verpackung stand übrigens: "Made in China"!




Weiter mit dem Bau einer Tafel für die Aufnahme des Victron Energy Ekrano GX und drei Schaltern für Festplatten und dem Internet-Router.







Und zurück zu den deutschen Fachfirmen und der Elektrik.

Über zwei Jahre habe ich damit zugebracht, mich mit der Materie zu beschäftigen, Strom aus Sonnenenergie zu erzeugen und dadurch möglichst autark zu sein. Die "Fachfirmen" verweisen an den Hersteller, der Hersteller an die "Fachfirmen"!

Es wurde seitenweise geschrieben, dass man mit diesem oder jenem nur gute Erfahrungen gemacht hätte. Nicht verstehen könnte, warum ich das anders sehe und schon überhaupt keine Auskunft zu einzelnen Komponennten im System geben würde.

"Fahren Sie stattdessen einmal quer durch Deutschland und wir verkaufen und montieren Ihnen ein Komplettsystem! Stellen Sie keine Fragen dazu, ob dies nun gut oder schlecht für Sie ist und warum. Bezahlen Sie einfach nur viel Geld und nehmen Sie das, was wir für richtig halten!"

"Warum die Paneele in Reihe schalten? Dann brauchen Sie ja mehrere Solarregler, die kosten doch Geld!?" Ja OK, wenn aber einer von diesen ausfallen sollte, ist die Hütte nicht dunkel und zumindest eine Kühlbox noch immer an, in der Wüste!
"Warum sollte ein Solarregler ausfallen? Das haben wir noch nie erlebt!"
Und? Haben Sie diese bisher nur in warmen und trockenen Hauswirtschaftsräumen von Neubauten montiert oder auch schon in Expeditionsmobilen mit Reiseerfahrung?

"Warum Inverter und Ladegerät getrennt von einander? Verbauen Sie doch einen Multiplus, das spart Platz!"
Ja OK, fällt aber eines der beiden Geräte im Multiplus aus, kann es sein, dass ich auch das andere nicht mehr nutzen kann. Die sind ja beide in einem Gerät verbaut, dass ist doch unsinnig! In jedem Fall muss ich ja so oder so beide dann ersetzen, obwohl eines noch funktionieren würde!

Dazu kommt die Angstmache: "Fassen Sie da bloß nichts an, wenn Sie davon nicht 100% Ahnung haben! 12V ist ne gefährliche Kiste, warum bauen Sie nicht besser alles auf 24V auf!? Sie brauchen bei 12V meterdicke Kabel, sonst brennt Ihnen alles ab! Das kostet ein Vermögen, welches Sie eh besser uns geben...!"

Hallo? Wer von Ihnen kommt denn gratis um den Globus geflogen, um zu reparieren, was nicht mehr funktioniert? Sollte ich nicht besser verstehen, was verbaut wurde und wie es funktioniert? Wie effektiv ist eine 24V-Solaranlage im Vergleich zu einer 12V auf einer Weltreise? Ich biete den Herstellern gerne an dies zu testen! Und wer die paar EUR für dickere Kupferkabel eines 12V-Systems nicht hat, macht eh besser Urlaub auf dem heimischen Campingplatz!

Fakt ist: Kinder spielen mit Elektro-Eisenbahnen und Carrera-Autorennbahnen im heimischen Wohnzimmer, 12V-betrieben versteht sich. Die Rabeneltern dieser müssen ja völlig durchgeknallt sein, oder meterdicke Kabel verlegt haben. Doch viele von denen sind bestimmt schon samt Kinder verbrannt!

Leck mich am Arsch, die scheiß Elektrik kostet ein kleines Vermögen! Doch weder Hersteller noch Fachfirmen zeigen reges Interesse am Verkauf dieser. Hilfe ist absolut rar! Die Seiten der Hersteller zeigen Produktbeschreibungen und auch Schaltpläne, erklären aber nicht das Warum und Weshalb.

Natürlich soll der Verbraucher/Endkunde vor der großen Gefahr geschützt werden, doch kann dieser ja auch eine Kettensäge, Asthäcksler, Holzspalter oder eine Weihnachtsbaumbeleuchtung aus Polen ohne Schutz käuflich erwerben.
Die Bedienungsanleitung zu lesen und zu verstehen macht hier oder da hingegen vielleicht schon Sinn!





Hier unsere Anlage von oben nach unten erklärt:

8Stück 180Wp Solarpaneele, davon jeweils 2 in Reihe an einem Solarregler MPPT 150/35 - die 4 dann parallel an der Zentralelektrik/Sammelschiene (Plusleitung natürlich mit Sicherung) - des Weiteren an der Zentralelektrik sind die Unterverteilungen. Die Plusleitung dieser jeweils wieder abgesichert und mit einem BatteryProtect als Relais versehen. Das BMS 12/200 trennt die Last bei zu niedriger Batteriespannung von den Batterien mit Hilfe der Relais.

Eine Unterverteilung hängt an einem DC-Spannungswandler Orion-Tr 12/12  - 18A an dieser sind alle empfindlichen Geräte angeschlossen, die so exakt mit 12V versorgt werden (LED-Leuchten, Fernseher, Soundbar, Festplatten...)

Unser Honda-Stromaggregat EU 22i schafft es 2 Victron-Ladegeräte (1 x IP43 12/30 + 1 x IP43 12/50) zu versorgen, beide sind in der Connect-App als Netzwerk verbunden und mit der Masseleitung an der Zentralelektrik angeschlossen. Die Plusleitungen (abgesichert) gehen hingegen direkt runter an das Smart BMS 12/200 welches über einen Stromanschluss (System+) verfügt, der in beide Richtungen funktioniert.

Es kann also über diesen Anschluss geladen und entladen werden. Das BMS unterbricht bei einer drohenden Über- oder Unterspannung die Ladung oder Entladung. Die Lasten über die BatteryProtects als Relais an den Unterverteilungen oder auch direkt als Relais-Schaltung wie am Orion-Tr oder Inverter.

Die Masse-Sammelschiene ist geteilt und über einen Hauptschalter + 500A-Shunt verbunden, also alle Minusleitungen der Verbraucher, Ladegeräte, Überwachungsgeräte... sind auf einer Sammelschiene und diese dann an dem 500A-Shunt, dieser ist dann mit dem Hauptschalter verbunden und der wieder mit der Masseleitung von der Sammelschiene der Batterien. Ist der Hauptschalter aus, ist so alles von den Batterien getrennt.

Der Shunt dient dem Batteriemonitor BMV-712 Smart, der kontinuierlich die Batteriespannung und -strom misst. Auf der Grundlage dieser Messungen berechnet er den Ladezustand und die Restlaufzeit der Batterien.

Die Plus-Sammelschiene der Zentralelektrik ist wieder über eine Sicherung mit dem Batterieanschluss des Smart BMS 12/200 verbunden.

Das Herzstück der Anlage bildet das Multifunktionsgerät Ekrano GX. An diesem sind über ein USB-Hub an einer Schnittstelle 2 der Solarregler, über eine weitere die beiden anderen, sowie die beiden Ladegeräte angeschlossen. An einer der drei VE.Direct-Schnittstellen ist der Batteriemonitor BMV-712 Smart und an einer anderen der Inverter angeschlossen, die dritte ist noch frei.






Auf halber Höhe, zwischen der Zentralelektrik und den Batterien befindet sich neben unserer großen Kühlbox ein Victron-Inverter Smart 12/3000 (kein MultiPlus) der 24h am Tag unsere Dometic CFF12 und CFX50W Kühlboxen, sowie den Wasserkocher oder das Induktionskochfeld mit 230V-Wechselstrom versorgt. Natürlich gibt es auch mehrere Steckdosen an denen Laptops, Mobile-Phones oder Kamera-Akkus geladen werden können.





Unten im Schrank stehen vier 160Ah Smart LiFePO4 Batterien, dahinter zu sehen das Smart BMS 12/200.
Plus- und Minusleitungen gehen an Sammelschienen. Die der Plusleitungen ist abgesichert mit dem Batterieanschluss des BMS verbunden, die der Minusleitungen ist über den Anschluss der Zentralelektrik verbunden mit dem Hauptschalter.

Links am BMS ist noch ein Anschluss für das Laden über Lichtmaschine, auf das wir bewußt zum Schutz von Überlastung und Verschleiß der Maschine, sowie des Antriebriemens dieser verzichtet haben. Was 1,44 kWp Solarmodule oder ein 2,2 kVA Stromaggregat nicht leisten können, kann eine kleine Lichtmaschine schon gar nicht!

Im rechten Bild zu sehen ist noch die Unterseite des Inverters und ein Sicherungskasten. In diesem sind zwei Personenschutzschalter verbaut (keine FI-Schalter) da die Personenschutzschalter in beide Richtungen messen (zwecks fehlender Erdung) auch wenn wir die Erdung der Sammelschiene mit dem Rahmen des Chassis verbunden haben.

An einem Schalter hängt der Inverter als Lieferant von 230V und danach die Kühlboxen, Boiler, sowie Steckdosen. An dem anderen ist ein handelsübliches Gummi-Verlängerungskabel angeklemmt, welches in den Stauraum im Heck führt.

Ich habe also die Buchse des Kabels abgeschnitten und es dann an den Schalter angeklemmt. Das andere Ende mit dem Stecker befindet sich hinter einer Stauraumklappe im Heck. Zum Laden der
LiFePO4 Batterien verbinden wir den Stecker durch ein weteres kurzes Verlängerungskabel mit dem Aggregat. Simple is best!

Da wir nicht auf Campingplätzen stehen, brauchen wir auch keine IP44-CEE-Außensteckdose, unsere Stauraumklappe bietet heruntergeklappt genug Schutz und das Aggregat steht bei Regen halt unter dem LKW. Am anderen Ende des Schalters ist eine Aufputz-Doppelsteckdose angeschlossen in der Verteilerdosen mit den beiden Victron Phoenix IP43 Ladegeräten und je nachdem was noch zu laden ist stecken. Natürlich nutzen wir den Moment des Ladens per Aggregat dann auch zum Kochen mit unserem Induktionskochfeld.




Über zwei Jahre fand ich niemanden der mir meine Entscheidungen abnehmen wollte und fällte sie daher in Eigenregie. Wie Murphys Gesetz es vorsieht, trifft man erst danach einen Menschen, der einem helfen konnte und wollte.

Ein Mensch der seine Arbeit liebt und daher auch Ahnung von dieser hat! Wenn ihr wie wir aus dem Berliner-/Brandenburger-Raum kommt und Hilfe zu VictronEnergy-Produkten braucht, wendet euch an den Techniker von FERROPILOT (Berlin) GmbH in 15713 Königs Wusterhausen, er ist eine Koryphäe seines Fachs!


Auf guten Rat von ihm
entfernen wir noch zwei 70mm² Plusleitungen für den Inverter von der Zentralelektrik und ersetzen diese durch eine kurze 90mm² direkt zur Sammelschiene der Batterien, natürlich wieder mit einer Sicherung dazwischen. Alles andere hat er für gut und richtig befunden, was nicht heißen soll, dass es andere Anlagen nicht auch sind!




01.02.2026 Unsere E-Anlage ist nun 3 Monate in Betrieb und funktioniert bestens, meine Entscheidungen waren also zum Glück richtig! Es ist nun Winter und wir haben so gut wie keinen Solarertrag, fast null! Am Tag verbrauchen wir ziemlich genau 10% unserer zur Verfügung stehenden 640Ah und bekommen diese mit Hilfe des Honda EU 22i Aggregates in einer Stunde wieder rein.

Das heißt: wir laden alle 4 - 5 Tage unsere Batterien für 4 - 5 Stunden. Bei jedem zweiten Mal etwa 2h länger, um die Akkus nach der Absorptionsphase vollständig auf 100% zu laden, damit der Batteriemonitor uns auch genaue Werte liefern kann!


Doch zurück und weiter im Oktober 2025
Job und Wohnung sind lange gekündigt und es sind auch nur noch ein paar "Kinderkrankheiten" zu heilen und es kann im November endlich losgehen.

Ha ha, der war gut, großes Gelächter! Mit "nur noch" ist eine nicht enden wollende Ewigkeit gemeint!

Die Wechselschaltung zwischen Bett und Eingangstür funktioniert zum Beispiel nicht und es Bedarf nur ein paar ewig langer Stunden um Herauszufinden, dass ein Schalter der Schuldige daran ist.

Der WC-Lüfter macht auch nicht das was er soll, weil sie in Amerika das schwarze Kabel für die Plusleitung vorgesehen haben. Kein Problem, auf die Idee kommt man ja als Erstes! Wir brauchen gerade einmal zwei Tage dafür!

Eine der zwei LED-Leseleuchten am Bett flackert im besten Fall, will aber nicht leuchten. Nachdem wir das Ding auseinander genommen haben stellen wir fest, dass ein haardickes Kabel sich von einer Lötstelle gelöst hat.

OK, für um die 100,-€ kann es wohl auch nicht dicker sein, oder doch!? Zumindest wurde die Leuchte ja im Container um die halbe oder ganze Welt geschifft und ist noch immer günstiger, als würde man sie in Deutschland fertigen. Oder warum macht man das? Kann man das hier vielleicht gar nicht? Bestimmt will unsere Regierung mit den niedrigen Einfuhrzöllen nur die Umwelt schützen! ;-)

Zum Glück haben wir aber einen Freund der noch in der Lage ist, den Schaden für uns zu beheben. Einen deutschen Freund sogar! Allerliebsten Dank Dietzen alias Ringo!








So, des Weiteren hat sich nur noch eine Stahlklemme durch einen Kabelstrang gefressen und die linke rückwärtige Beleuchtung des Fahrzeuges außer Kraft gesetzt.




Der Umschalthahn der Tanks spinnt, denn der ist nicht mehr ganz dicht!





Auch kurz vor der Dieselpumpe nimmt die teure Mischung aus Kohlenwasserstoffen, hergestellt aus fossilen, abgestorbenen Meeresorganismen und dem so über Jahrmillionen entstandenem Rohöl, die falsche Fließrichtung an und das Diesel-Leck sollte möglichst schnell von jemanden gestopft werden!





Die Frostschutzpumpe, die unter anderem auch im Sommer die Rostbildung in den Luftleitungen der Bremsanlage verhindern soll, ist witziger Weise im Betrieb verrostet und muss ersetzt werden. Dank einer wirklich guten Fachfirma  (Agro-Service Luckau GmbH) kann auch dafür Ersatz gefunden werden und wir müssen sie "nur noch" tauschen.








Dann fanfaren auf einmal die Fanfaren nicht mehr! Importiert aus dem Iran kommen sie scheinbar mit den Unmengen an Streusalz auf den deutschen Straßen im Winter nicht klar. Aufgefangen im Januar, befreien wir sie im Oktober davon und siehe da, danach fanfaren sie vor Freude auch lautstark wieder!





Nach Inbetriebnahme der Elektroanlage folgt die der Wasseraufbereitungs- und Versorgungs-Anlage. Einwandfrei funktioniert diese nur an den einfach erreichbaren Stellen. Für richtigen Spaß sorgt sie dort, wo man schlecht ran kommt und auf jeden Fall vorher viel demontieren muss! Wasser Marsch am Arsch!

Es läuft zwar nur Wasser und kein Diesel aus den Anschlüssen, aber Trinkwasser ist oft rar, wo Öl im Überfluss ist!





Nun wo die kleinen Problemchen gelöst wären, können wir uns an das Verstauen unseres Hausstandes machen. Die paar Sachen werden schon Platz finden und wir beginnen mit dem Tetris-Spiel.

Jede Nacht eine neue Idee und dann an jedem Morgen wieder alles raus, neu stapeln und neu stopfen! Doch wir verlieren das Spiel gnadenlos! Ohne Ordnung im System bringen wir erst einmal alles irgendwo unter, doch mit dem Vorhaben, uns auf dem Weg von allem zu trennen, was lange nicht benötigt wurde oder so ähnlich.









Hier noch ein paar Bilder vom fertigen Innenraum unseres neuem zu Hauses, es wird wohl nie wieder so aufgeräumt zu sehen sein:














Nach 9 Jahren Bauzeit, Halle besenrein übergeben (der Rest gehört uns nicht oder nicht mehr ;-).
Liebe Sylvia, lieber Thomas, habt für alles unbeschreiblich vielen Dank, unsere Liebe ist Euch für immer sicher!








01.12.2025 nach den ersten vier Wochen im neuen zu Hause setzen wir uns mit diesem in Bewegung, auf die große oder lange Reise unseres Lebens. Hin zu vielen Abenteuern, Begegnungen, Herausforderungen. Der Sonne entgegen und dem grauen Altag im Rückspiegel.

Die Wahl konnte nicht auf ein besseres, aber dennoch auf ein anderes Leben fallen.

Wir haben nur das eine, daher viel sie uns leicht!






A new star is born!

Folgt uns gern auf unserer Reise, unter dem Button "WELTREISE III"!




ÜBERSICHT